Museum für moderne und zeitgenössische Kunst

5.000 m² Ausstellung für die neue Künstlergeneration

Ihre Kinder haben vielleicht das Fach bildende Kunst gewählt. Jedoch wissen wir Alle, dass Kunst und Kreativität im Gymnasium nicht die Priorität unseres Schulsystems ist, eher die Vermittlung von fachübergreifenden Medienkompetenzen. Die Gegenwartskunst, “Art contemporain” in Frankreich, ist somit sichtbar und spürbar gefährdet.

Im Jahr 2004: in den „Leitgedanken zum Kompetenzerwerb“ wird die „Medienkompetenz“ bzw. „Medienerziehung“ zwar nicht als eigene Kompetenz aufgeführt, doch für den Kunstunterricht war die rezipierende, die reflektierende, die produzierende und präsentierende Auseinandersetzung mit verschiedensten Bildmedien – auch den digitalen – schon immer eine Selbstverständlichkeit. Auch in den „Kompetenzen und Inhalten“ des Bildungsplanes von 2004 ist die theoretische wie fachpraktische Auseinandersetzung mit Medien fest verankert und vornehmlich mit dem Themenbereich „Arbeiten mit dem Phänomen Zeit“ verknüpft. So sollen Schülerinnen und Schüler „Körpersprache, Fotografie oder Video und klangliche Gestaltung, Texte und Beleuchtung als Ausdrucksmöglichkeiten für die praktische Arbeit“ einsetzen, um ein „erweitertes Verständnis von künstlerischen Werken, Bildmedien und der gestalteten Umwelt“ zu gewinnen (Bildungsstandards 6), „virtuelle Bewegung“ darstellen (Bildungsstandards 8), und auch das „Arbeiten mit einem digitalen Bildbearbeitungsprogramm“ ist für die Standardstufe 10 bereits vorgegeben (BP 2004, Gym, Bildende Kunst, S. 295 ff.).

Im Jahr 2016 ist der Kunstunterricht deutlich technisch und- wissenschaftlichorientiert. Wir bekommen den Eindruck, dass zwar die Kreativität immer noch angefordert wird, jedoch mehr für operatives Geschäft gedacht. Medienbildung ist im Sinne von folgenden Bereiche:  „Information und Wissen“, „Produktion und Präsentation“, „Kommunikation und Kooperation“, „Mediengesellschaft und -analyse“ und „Informationstechnische Grundlagen“ also nicht nur Kunst aber solide Kunst durch die Durchdringung von inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen (Bildanalyse) mit dem klaren Ziel die Vermittlung eines fachkundigen, differenzierten, verantwortungsbewussten und kritischen Medienbewusstseins .

Die Frage ist auch, ob die Mediensucht der neuen Generationen selbst zu ein Problem nicht geworden ist.